Ein Reptil ist das exotische Haustier schlechthin. Man denkt sofort an Hitze, Wüste und Fata Morganas. Möchtest du ein Stück dieser fremden Welt in deinem Wohnzimmer einziehen lassen, ist die Leopardgecko Haltung genau das Richtige für dich.

Der Leopardgecko als Haustier ist genügsam, agil, sieht mit seiner Musterung besonders aus und wird nach einiger Eingewöhnungszeit sogar zahm. Selbst wenn du zu den Terrarium-Neulingen zählen solltest, ist die Haltung nicht schwer. Denn in diesem Beitrag findest du alle Informationen rund um die artgerechte Leopardgecko Haltung, welches Equipment du benötigst und wie sich die Pflege dieses außergewöhnlichen Tieres gestaltet. Somit kannst auch du dieses exotische Haustier halten.

Leopardgecko im Sand

Leopardgecko Steckbrief

FachnameEublepharis macularius
Größe25-30 cm
Gewicht40-70g
Lebenserwartungbis zu 20 Jahre
ungefähre Kosten im JahrFutter: ~50€
Strom: ~20€
AnschaffungskostenTier: ~ 50€ - 100€
Terrarium: ~ 90€ - 210€
Ausstattung: ~150€
Wo kann man das Tier kaufen?im Zoofachhandel vor Ort/ Online oder vom privaten Züchter
FutterGrillen, Heimchen, Schaben, Heuschrecken

Die Leopardgecko Haltung

Um eine artgerechte Leopardgecko Haltung zu ermöglichen, ist es wichtig zu wissen, wie er in der Natur lebt. Denn nur wer seinen Tieren ein zu Hause schafft, wie sie in ihrer natürlichen Umgebung leben, stellt sicher, dass sich diese wohlfühlen, vital bleiben und du somit lange Freude daran hast.

Der Leopardgecko kommt natürlicherweise in Ost-Afghanistan, Pakistan und Nordindien vor, wo er in der trockenen bis halbtrockenen Steppe lebt. Tagsüber halten sich die Geckos unter Steinen oder in Höhlen auf, die ein kühleres und feuchteres Klima aufweisen. In der Dämmerung bis in die Nacht hinein werden sie aktiv und gehen auf Beutefang. Da es in der Steppe nachts einen starken Temperaturabfall gibt nutzt der Leopardgecko die vom Tag aufgeheizten Steine, um seine Körpertemperatur zu halten. In den kühleren Monaten macht der Gecko eine Winterruhe. Diese Gecko-Art besitzt keine Haftlamellen an den Zehen wie seine Artgenossen, sondern Krallen mit denen er hervorragend klettern kann. Er ist in der Natur in Gruppen bis zu fünf Tieren zu finden, wobei es pro Gruppe nur ein Männchen gibt, da es sonst starke Revierkämpfe gibt, die bis zum Tod führen können.

Nun hast du einiges über die Lebensweise dieses speziellen Geckos gelernt. Das können wir jetzt für die Leopardgecko Haltung in deinem Wohnzimmer ableiten.

Für die artgerechte Leopardgecko Haltung braucht man also:

  1. Wärme und Feuchtigkeit
  2. Rückzugsorte
  3. Beute (bestenfalls lebend)
  4. Klettermöglichkeiten
  5. Haltung von mindestens zwei bis fünf Tieren in einem Becken (davon nur ein Männchen)

Leopardgecko Vergesellschaftung

Wenn du dich für einen Leopardgecko in deinem Wohnzimmer entschieden hast, solltest du dir als erstes die Frage stellen, wie viele Tiere du halten möchtest. Du solltest, wie schon erwähnt, mindestens ein Pärchen halten. Besser wäre es die Gruppe um ein weiteres Weibchen zu erweitern, da sonst das einzige Weibchen, wenn es allein mit dem Männchen gehalten wird, ziemlich unter Stress gelangt durch die ständigen sexuellen Annäherungsversuche des Männchen. Du kannst alternativ auch nur Weibchen halten. Dabei solltest du aber darauf achten, dass kein Weibchen aus der Gruppe dominanter ist als andere. Die Antwort auf die Frage nach der Anzahl der Geckos, die du halten kannst, ist wohl, wie viel Platz du für ein Terrarium aufbringen kannst. Jedes Tier benötigt mindestens einen Rückzugsort und genügend Bewegungsfreiheit.

Leopardgecko im Wassernapf

Das Leopardgecko Terrarium

Für die Leopardgecko Haltung benötigst du an erster Stelle ein Terrarium. Du solltest darauf achten, dass die Grundfläche größer ist als die Höhe, da sich deine Geckos in der meisten Zeit auf dem Boden aufhalten. Bei der Größe des Terrariums gibt es eine Berechnungsformel:

5-fache Kopfrumpflänge x 4-fache Kopfrumpflänge x 3-fache Kopfrumpflänge ergibt die Länge x Breite x Höhe deines Terrarium für ein Tier. Für jedes weitere Tier solltest du 50% hinzu rechen.

Berechnungsgrundlage ist das größte Tier. Die Kopfrumpflänge ergibt sich von der Schnauzenspitze bis zur Schwanzwurzel. Wenn dein größter Leopardgecko beispielsweise eine Kopfrumpflänge von 10cm misst, dann sollte dein Terrarium 50cm x 40cm x 30cm für ein Tier nicht unterbieten. Es gilt natürlich die Regel umso größer, umso besser für deine Geckos.

Beim Kauf des Leopardgecko Terrariums solltest du darauf achten, dass dieses gut belüftet wird, aber gleichzeitig keine Zugluft eindringt. Zum Wohle deiner neuen Bewohner rate ich dir, kein ausrangiertes Aquarium oder andere nach oben zu öffnenden Behälter zu benutzen. Deine Tiere würden sich bei jedem Griff in ihr Becken stark erschrecken, da die Feine in der Natur meist von oben kommen.

Ein Heim deiner Bewohner aus Glas ist sehr schön anzusehen, aber auch sehr kostenintensiv. Eine gute Alternative ist ein Terrarium aus Holz.

Als Standort solltest du einen ruhigen Platz suchen, der vor Lärmquellen, Vibrationen und direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist.

Als nächstes gilt es, das Terrarium für deine Leopardgecko Haltung ansprechend und artgerecht einzurichten.

Rück- und Seitenwände

Um die gesamte Fläche des Leopardgecko Terrariums für deine Bewohner ausnutzen zu können und somit deren Aktionsradius zu erweitern, ist es sinnvoll die Rück- und Seitenwände zu verkleiden. Dafür kannst du beispielsweise Kork verwenden. Außerdem ist es ratsam vertikale Flächen an die Seiten zu befestigen. Diese Einrichtungshilfen kannst du im Fachhandel fertig kaufen. Wenn du Lust hast, kannst du die Verkleidung der Rück- und Seitenwände, sowie vertikalen Flächen auch selber bauen und zum Beispiel mit Lehm modelieren. Deine Leopardgeckos werden Freude daran haben die Wände hoch zu klettern und sich in Ritzen zu verstecken. Wichtig ist, dass du Material verwendest  das rau ist, damit die Geckos gut klettern können.

Der Leopardgecko Bodengrund

Als Bodengrund im Terrarium für deine Leopardgecko Haltung empfehle ich dir ein Sand-Lehm-Gemisch. Dieser hat viele Vorteile. Zum Einen können deine Tiere ihre Vorliebe zum Graben nachgehen, wenn du ihn lose verwendest. Zum Anderen kannst du die Konsistenz des Bodens auch durch Zugabe von Wasser zu hartem Lehm verändern, so dass damit der feste Boden der Steppe nachempfunden werden kann. Ich empfehle dir beide Konsistenzen in deinem Terrarium zu verwenden.

Abzuraten ist von einem Leopardgecko Bodengrund, der nur aus Sand besteht. Die Geckos sinken dort zu sehr ein, können damit nicht gut graben und im schlimmsten Fall fressen sie den Sand, bekommen Verstopfung und andere Darmerkrankungen.

Die Inneneinrichtung

Der Fantasie zur Inneneinrichtung bei der Leopardgecko Haltung sind keine Grenzen gesetzt. Du solltest dich an der natürlichen Umgebung deiner neuen Mitbewohner orientieren. Gut machen sich stabile Felsaufbauten (echte Steine oder Imitate), Wurzeln und Äste, um weitere Klettermöglichkeiten zu bieten. Es sollte auch mindestens ein flacher Stein zum Sonnenbaden bereit liegen. Schieferplatten bieten sich dabei auch gut an. Da deine Leopardgeckos gerne baden, sollte auch eine flache Wasserschale im Terrarium nicht fehlen.

Rückzugsmöglichkeiten sind ein wichtiger Bestandteil in einem Leopardgecko Terrarium. Es eignen sich Korkröhren und andere höhlenartige Verstecke, wie Steine mit Ausbuchtungen oder Tonschalen mit Moosbefüllung. Im Handel gibt es, speziell für die Leopardgecko Haltung, sogenannte Wetboxen zu kaufen. Alle Verstecke sollten leicht feucht gehalten werden, da der Gecko das kühle, feuchte Klima liebt und sogar benötigt, um sich problemlos häuten zu können. Du solltest jedem Tier in deinem Becken mindestens eine Rückzugsmöglichkeit bieten.

In der Natur gräbt sich der Leopardgecko seine Höhlen selbst oder übernimmt sie von anderen Tieren und erweitert diese.

Falls du keinen grünen Daumen hast, bist du mit deinen neuen Terrrarienbewohnern gut bedient. Denn bei den Temperaturen, die bei der Leopardgecko Haltung anfallen, überleben die meisten Pflanzen nicht, mit Ausnahme von Kakteen beispielsweise. Doch diese stellen ein zu hohes Verletzungsrisiko für deine Heimbewohner dar. Wenn du dennoch etwas grün in deinem Becken haben möchtest, kannst du auf täuschend echte Kunststoffpflanzen zurückgreifen.

Bei jeglichen Einrichtungsgegenständen musst du auf die Standfestigkeit achten. Da der Leopardgecko gerne buddelt, kann es durchaus vorkommen, dass er deine Einrichtung untergräbt. Stelle sicher, dass alle Gegenstände nicht umfallen und deine Tiere somit verletzungsfrei bleiben.

Die Technik

In der Leopardgecko Haltung spielt die Temperaturregulierung im Terrarium eine große Rolle. Ich empfehle die Grundtemperatur mit Heizmatten zu regulieren. Diese können am Boden oder an den Rück- und Seitenwänden angebracht werden. Du solltest jedoch darauf achten, nur maximal ein Drittel der Bodenfläche zu erwärmen. Leuchtstoffröhren dienen zum Einen dazu, das Terrarium am Tag zu beleuchten und zum Anderen, um die höheren Temperaturwerte am Tag zu erreichen. Desweiteren empfehle ich eine lokal angebrachte Wärmelampe, gerne auch mit UV-Licht. Bei einem UV-Strahler ist zu beachten, dass die Lampe im Terrarium hängen muss, da die UV-B-Strahlen nicht durch das Glas kommen. Wer mag, kann sich auch gerne eine Mondlichtlampe zulegen: Mit dieser speziellen Lampe ist es möglich deine Lieblinge zu beobachten, wenn sie aktiv werden, ohne sie zu stören.

Wichtiges Inventar sind mindestens zwei Thermometer; eins an der kühlsten und eins an der wärmsten Stelle des Terrariums. Im Fachhandel findest du Geräte mit mehreren Sensoren, die du im Becken befestigen kannst, so dass du nur ein Gerät benötigst. Um die Feuchtigkeit überprüfen zu können solltest du dir auch ein Hygrometer anschaffen. Eine Zeitschaltuhr, um deinen Leopardgeckos einen geregelten Tag-Nacht-Rhythmus zu bieten, sollte nicht fehlen.

Leopardgecko Futter

Leopardgecko Futter

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist bei der Leopardgecko Haltung sehr wichtig, um das Tier mit allen benötigten Nährstoffen zu versorgen. Diese Gecko-Art ist ein reiner Fleischfresser und ernährt sich in der freien Wildbahn von lebender Beute. Man kann sagen, jedes Tier was quer ins Maul des Geckos passt, ist ideal zum Verfüttern. Gut eignen sich als Leopardgecko Futter Grillen, Heimchen, Schaben und Heuschrecken, wobei Heuschrecken nur an adulte Tiere verfüttert werden sollten, da sie über ziemlich starke Beinchen verfügen und somit junge Geckos verletzen könnten.

Das Leopardgecko Futter solltest du regelmäßig mit einem Vitamin- und Mineralstoffpräparat bestäuben. Mit diesem Zusatzpräparat stellst du sicher, dass deine Geckos ein gesundes Knochenwachstum aufweisen und es zu keinen Mangelerscheinungen kommt. Wenn du keine UV-Lampe in deinem Becken hast, empfehle ich dir zusätzlich ein Vitamin D3-Präparat.

Der Leopardgecko wird auch Pakistanischer Fettschwanzgecko genannt.

Als Leckerlis empfehle ich Larven, Wachsmaden und Mehlwürmer. Diese haben einen relativ hohen Fettgehalt und sollten deswegen nur selten verfüttert werden, stellen aber eine positive Ergänzung zum sonstigen Futter dar.

Ein Fütterungsintervall von 2-3 Tagen ist bei ausgewachsenen Leopardgeckos ausreichend, da sie sehr futtergierig sind und zur Verfettung neigen. Ob deine Geckos eventuell zu viel Beute von dir erhalten, kannst du gut über den Schwanz erkennen, da dieser als Fettspeicher dient. Deinen jungen Tiere unter einem Jahr darfst du gern täglich kleine Insekten anbieten. Um einen Rhythmus wie in der Natur zu schaffen ist es ratsam die Fütterungszeit auf den Abend zu legen.

Pflege bei der Leopardgecko Haltung

Die Pflege bei der Leopardgecko Haltung ist überschaubar und auch gut für Anfänger in der Terrarienwelt machbar.

Der größte und schwierigste Faktor, damit sich deine neuen Mitbewohner wohlfühlen, ist bei der Leopardgecko Pflege die Regulation von Temperatur und Feuchtigkeit. Geckos sind wechselwarme Tiere, das bedeutet, sie können ihre Körpertemperatur nicht aus eigener Kraft herunterfahren oder erhöhen. Deswegen ist es wichtig, auf die Temperatur im Becken akkurat zu achten und ein Klima zu schaffen, wie sie es aus der natürlichen Umgebung gewohnt sind. In deinem Terrarium sollte am Tag eine Grundtemperatur von 24-28 Grad herrschen. Dafür würde ich dir Wärmematten empfehlen. Manchmal erreicht man die Basistemperatur auch schon mit den Leuchtstoffröhren über dem Heim deiner Bewohner. Die Leuchtstoffröhren sollten das Terrarium 10-12 Stunden täglich erhellen. Ich habe auch schon erwähnt, dass sich die Leopardgeckos gerne sonnen. Dafür benötigst du die lokale Wärmelampe, die einen kleinen Bereich auf bis 35 Grad erwärmen sollte. Ich empfehle dafür eine Lampe mit UV-Licht zu benutzen. Deine Terrarienbewohner sind zwar dämmerungs- und nachtaktiv, dennoch benötigen sie Vitamin D, um keine Mangelerscheinungen aufzuweisen. Nachts sollte die Temperatur im Becken auf 20-23 Grad absinken.

Die Feuchtigkeit spielt im Terrarium auch eine Rolle. Sie sollte am Tag 40-50% betragen und zum Abend hin auf 80% ansteigen. Um den Anstieg der Feuchtigkeit zu erreichen, solltest du das Becken abends mit lauwarmen Wasser besprühen.

Zur täglichen Pflege bei der Leopardgecko Haltung gehört das Entfernen von Futterresten, Kot und Häutungen. Außerdem sollte die Wasserschale täglich gereinigt und mit frischem Wasser gefüllt werden.

Halte deinen Leopardgecko nie am Schwanz fest! Sie haben die Fähigkeit diesen bei drohender Gefahr abzuwerfen.

Je nach Alter deiner Geckos bildet sich deren Haut alle 3-4 Wochen neu. Bei zu geringer Luftfeuchtigkeit im Terrarium beispielsweise kann es zu Häutungsproblemen kommen, die im schlimmsten Fall zu absterbenden Extremitäten führen. Bitte achte stets darauf, dass sich deine Leopardgeckos problemlos und vollständig ihrer alten Hautschicht entledigen können.

Auf Nummer sicher, dass es deinen Bewohnern gut geht, gehst du, wenn du deine Leopardgeckos täglich genau beobachtest, also auf Haut- und Kotveränderungen achtest, sowie auf den Ernährungs- und Bewusstseinszustand. Wenn dir Veränderungen in diesen Punkten auffallen, tust du gut daran, dein Tier einem reptilienkundigen Tierarzt vorzustellen.

Rechtliches bei der Leopardgecko Haltung

Es spricht nichts gegen eine Leopardgecko Haltung, wenn sie artgerecht durchgeführt wird und du deine Tiere aus einer legalen Nachzucht kaufst.

Die Leopardgecko Winterruhe

Der Leopardgecko macht in seiner natürlichen Umgebung eine Winterruhe. Auch der Leopardgecko als Haustier kann davon profitieren. Als nächstes erkläre ich dir step by step wie du diese Leopardgecko Winterruhe gestalten kannst.

Als ersten Schritt solltest du etwa im Oktober von deinen Leopardgeckos eine Kotprobe nehmen. Diese Probe muss von einem Labor auf Parasiten getestet werden. Es ist von großer Bedeutung, dass deine Tiere gesund sind, um die Winterruhe unbeschadet zu überstehen.

Im November beginnst du die Beleuchtungszeit im Terrarium von 12 auf 10 Stunden zu reduzieren. Die Woche darauf fütterst du deine Geckos ein letztes Mal. Wichtig ist, dass sich deine Tiere, bevor die Winterruhe später startet, komplett entleert haben und kein Kot im Magen-Darm-Trakt zurück bleibt.  Mit der letzten Fütterung verringerst du wieder die Dauer der Beleuchtung auf 8 Stunden, machst das weiterhin Woche für Woche um 2 Stunden bis du im Dezember das Licht im Becken komplett aus lässt. Durch das Abschalten der Beleuchtung sollte das Terrarium dann eine Temperatur von 18-20 Grad aufweisen.

Den Namen trägt der Leopardgecko wegen seiner auffälligen Musterung, die an das Fell des Leoparden erinnert.

In der Natur überwintert der Leopardgecko immer einzeln, deswegen solltest du dies auch nachempfinden und deine Tiere trennen. Es hat sich bewährt, die Geckos in kleine Boxen wie zum Beispiel Faunaboxen ca. 30×40 cm überwintern zu lassen. Diese werden mit einer Wasserschale und einer kleinen Höhle eingerichtet. Mehr benötigt der Leopardgecko in der Winterruhe nicht. In diese Boxen kommen deine Geckos einzeln nachdem das Licht einige Tag im Terrarium aus war. In der Winterruhe sollte die Temperatur 10-15 Grad betragen. Sie kann von 6 bis 12 Wochen dauern.

Wenn du die Leopardgecko Winterruhe beenden möchtest, „erwärmst“ du deine Tiere auf Zimmertemperatur, indem du sie in das Zimmer des Terrarium stellst. Bald wirst du merken, dass die Geckos aktiver werden. Dann ist es Zeit sie wieder in ihr Terrarium umzusiedeln. Du kannst die Beleuchtungsdauer auf 8 Stunden starten und wochenweise um 2 Stunden erhöhen. Zwei Wochen nach Beendigung der Winterruhe kannst du deinen Leopardgeckos Futter anbieten.

Zucht eines Leopardgeckos

Leopardgecko Zucht

Die Leopardgecko Zucht ist mit einigen Tipps und Tricks gut umsetzbar. Es ist jedoch ratsam vor der Verpaarung einen potentiellen Abnehmer für deine Geckobabys zu haben, um sicher zu stellen, dass deine Nachzucht eine artgerechte Leopardgecko Haltung erwartet. Ich erkläre hier, wie die Verpaarung von statten geht und du die Eier ausbrüten kannst.

Die Geschlechtsreife erreichen die Leopardgeckos mit ca. 12 Monaten. Die Leopardgecko Zucht nach der Winterruhe zu planen ist ratsam, da es wohl einen positiven Effekt auf die Keim- und Eizellen gibt. Beide Tiere sollten sich selbstverständlich in einem guten gesundheitlichen Zustand befinden.

Die Eiablage des Weibchens geschieht ca. einen Monat nach der Verpaarung. Dafür solltest du geeignete Eiablageplätze anbieten, wie zum Beispiel enge Steine mit Ausbuchtungen. Du kannst auch spezielle Ablageboxen kaufen, wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest. Am Verhalten deines Weibchens kannst du sehen, ob es bald Eier ablegen wird. In dem Fall gräbt es verstärkt, ist aggressiver zum Männchen und frisst weniger.

Du tust gut daran, die abgelegten Eier nicht im Terrarium zu belassen, sondern sie in geeignete Inkubationsbehälter zu überführen. Dies muss mit äußerster Vorsicht passieren. Im Inkubator sollte am Tag eine Temperatur von etwa 28 Grad herrschen und in der Nacht auf 22 Grad absinken. Außerdem sollte eine gewisse Luftfeuchte herrschen. In dem Inkubator bleiben die Eier 50 bis 90 Tage bis die Geckobabys schlüpfen.

Wo kann ich den Leopardgecko kaufen?

Den Leopardgecko kannst du in einem gut geführten Zoohandel in deiner Nähe, aber auch im Zoofachhandel im Internet kaufen. Es gibt auch die Möglichkeit die Tiere bei einem privaten Züchter zu erstehen. Bitte achte darauf, dass es sich um eine artgerechte Nachzucht handelt und nicht um einen Wildfang. Alle Geckos sollten in einem guten Gesamtzustand sein.

Leopardgecko Arten

Den Leopardgecko unterteilt man in fünf Unterarten:

  • Eublepharis macularius afghanicus
  • Eublepharis macularius fasciolatus
  • Eublepharis macularius fuscus
  • Eublepharis macularius macularius
  • Eublepharis macularius montanus
  • Eublepharis macularius smithi

Jede Unterart unterscheidet sich durch ihre Färbung und Musterung. Es gibt zig Kreuzungen unter diesen Arten, so dass es eine Vielzahl von Mustern bei dieser Gecko-Art gibt. Dadurch ist eine Zuordnung, welche Unterart nun vertreten ist, nur begrenzt möglich. Je nach persönlichen Geschmack ist für jeden etwas dabei.

Buchempfehlungen

Leopardgecko Buchempfehlung

Gerne empfehle ich dir ein Buch, damit du dich weiter in die Thematik der Leopardgecko Haltung einlesen kannst. Hier findest du alle wichtigen Informationen zur Pflege, Farbvarianten, Erkrankungen und Zucht dieser Gecko-Art.

Terrarium für Anfänger Buch

Desweiteren ist es als Anfänger, aber auch als Fortgeschrittener in der Terraristik, immer gut ein Nachschlagewerk über die Terrarientechnik im Regal zu haben.

Video

Das Video zeigt 16 Dinge, die ein Leopardgecko tut. Du wirst staunen!

Zusammenfassung

Die Leopardgecko Haltung wirkt zu Beginn zwar anspruchsvoll, ist aber artgerecht machbar, wenn du dich an einige Regeln hältst. Dieses exotische Haustier macht seinem Besitzer viel Freude, da es sehr agil ist, toll aussieht und sogar zahm werden kann.

Falls du dir noch nicht sicher bist, ob der Leopardgecko zu dir passt, schau gern auch unsere anderen Beiträge an. Wie wäre es anstatt eines Wüsten- mit einem Tropentier? Dann informiere dich hier über die Graupapagei Haltung.

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